Die statutarischen Geschäfte der GV wurden von den Anwesenden ohne grosse Diskussionen genehmigt, so auch die Rechnung 2009, die mit einem Überschuss abschloss. Nach zwölf Jahren Tätigkeit hat Armin Schönmann als Rechnungsrevisor demissioniert. Der Präsident würdigte seine langjährige, wertvolle Arbeit und dankte ihm mit einem kleinen Präsent. Als Nachfolger wurde von der Versammlung Guido Schneider gewählt.
In seinem Ausblick auf das Jahr 2010 wies Präsident Güntert darauf hin, dass mit den FDP-Fokus-Veranstaltungen weiterhin Themen von allgemeinem Interesse diskutiert werden sollen. Als nächstes soll die Problematik des öffentlichen Verkehrs im Jahre 2030 auf der Achse Ägerital-Zug thematisiert und mögliche Lösungen aufgezeigt werden. Weiter soll die Zusammenarbeit mit den Jungfreisinnigen und generell mit den jungen Bürgerinnen und Bürgern vermehrt gesucht und weiter gefördert werden.
Bei den Wahlen im Herbst ist es das erklärte Ziel der FDP Oberägeri, die bestehenden Sitze sowohl im Gemeinderat wie auch im Kantonsrat zu halten. Zu diesem Zweck sollen an der Nominationsversammlung vom 14. Juni 2010 eine Auswahl von gut qualifizierte Kandidaten und Kandidatinnen vorgeschlagen werden.
Im Anschluss an die GV referierte Regierungsrat Joachim Eder als stellvertretender Finanzdirektor über die Situation des Kantons Zug beim NFA. Er hielt aus Überzeugung fest, dass die NFA-Belastung des Zuger Steuerzahlers inzwischen ein Mass erreicht habe, das nicht mehr länger toleriert werden könne. So zahle der Kanton Zug im Jahr 2010 beachtliche CHF 217 Mio in den nationalen Ausgleichstopf. Dies mache pro Zuger und pro Zugerin ganze CHF 2042.- aus. Als zweitplazierter Kanton zahle Genf CHF 505.- und Zürich als drittplazierter CHF 428 pro Kopf, d.h. nicht ganz einen Fünftel.
Regierungsrat Eder ist klar der Meinung, dass so die Relationen nicht mehr stimmen und das Mass nunmehr voll sei. Die von der FDP.Die Liberalen lancierte Petition „2000 Franken sind genug“ sei deshalb die einzig richtige Antwort. Er hoffe, dass sie von möglichst vielen Zugerinnen und Zugern unterschrieben werde, damit Bundesbern über die Bücher gehe.
Präsident Güntert lud anschliessend die Anwesenden zu einem kleinen Imbiss ein, was Gelegenheit bot, die angeschnittenen politischen Themen weiter zu diskutieren.
Heinrich Stampfli
Medienbeauftragter
FDP.Die Liberalen Oberägeri